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Liebe, Leidenschaft und die organisierte Kriminalität


Rezension "Asche ist furchtlos"

In seinem Roman "Asche ist furchtlos" erzählt Clint Lukas die Geschichte einer Liebe, die Hindernisse zu überwinden versucht. Es ist die Geschichte von Nora, Jonas und ihrer Tochter Ciri.


Ohne großartige Einleitung befindet sich der Leser sofort in einem Hotelzimmer, in dem sich Jonas mit seiner Tochter trifft. Sie führen einen Dialog über die Vergangenheit und über Ciris Kindheit. Sie haben sich nach einigen Jahren mit dem Ziel einer Aussöhnung wiedergetrofen. Ciri, die sich selbst als Opfer ihrer unfähigen Eltern sieht, kann es nicht verstehen, dass ihr Vater ihre abwesende Mutter immer noch vergötter und ihr Verhalten ihnen gegebüber entschuldig. Aus dem Wunsch heraus seiner Tochter seine Sicht der Dinge zu erklären, begann Jonas die Geschichte von Nora zu erzählen.


Zunächst errinert das Ganze an eine "Boy meets Girl"- Love Story. Ein unscheibarer Typ verliebt sich in die Königin der Nacht. Doch beim weiteren Lesen stellt man fest, dass es wesentlich komplizierter ist und sich dieser Roman nicht einfach in eine Schublade stecken lässt. Nora ist zwar eine hinreißende Frau mit dem Aussehen einer Elfe. Alle wollen mit ihr befreundet sein. Doch auf der anderen Seite dealt sie in Clubs mit Drogen und hat eine Persönlichkeitsstörung, die sich in ihrer Unfähigkeit eine Beziehung einzugehen niederschlägt. Sie ist sehr unstätt und kann keine Verantwortung tragen. Das Gegenteil von ihr ist Jonas. Er ist zwar ein Küstler, der nach Berlin kommt, um dort sein Glück zu versuchen, ist ansonsten aber ehe langweilig und nichtsagend.


Die beiden verlieben sich in einander, da sich ja Gegensätze anziehen und gehen nach einigem Hin und Her eine Beziehung ein. Doch Nora besteht auf ihrer Freiheit und Unabhängigkeit. Sie zieht weiter Nacht für Nacht durch die Clubs und Bars von Berlin und geht dort ihren Geschäften nach, während Jonas Zuhause auf sie warten. Und weil das Ganze nicht schon konfus genug ist, bekommen die Zwei auch noch ein Kind. Die Geschichte nimmt seinen Lauf. Nora lässt sich mit profissionellen Drogenbaronen ein und ihre Tochter besucht den Kindergarten.


Lange konnte ich dieses Buch nicht einordnen. Auf der einen Seite spielt Lukas mit Kleesches, auf der andren Seite überspitz er diese und fügt ihnen Gegensätze hinzu. Auf diese Weise entstehen dann Charaktere wie der heißblütige Spanier, der doch nut ein Looser ist. Oder die DJane, welche alle Attribute einer Kampflesbe mitbringt, dass es nach Satiere schreit. Eine typische Liebesgeschichte ist dieser Roman auch nicht. Hinzu kommt ein gefährlicher Deal mit einem arabischen Drogen-Clan, der eher in einen Thriller passen würde.


Interessant ist auch, dass obwohl das Ende des Romans dem Leser bekannt ist, die Geschichte trozdem von Clint Lukas aufredend erzählt wird. Er schafft es bis zuletzt den Spannungsbogen oben zu halten und damit den Leser zu fesseln.


Von mir gibt es für dieses ungewöhnliche buch eine klare Leseenpfehlung. Es ist überaschend und spannend, aber nicht übertrieben. Es ist genau das, was ich mir unter einem "Beziehungsstatus: kompliziert" vorstelle.



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