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Ein Klischee jagt das nächste ;-)

Aktualisiert: März 12

Rezension "Wolves - Die Jagt beginnt"

Bei diesem Krimi handelt es sich um den dritten Teil einer Reihe um die Metropolitan Police in London. William "Wolf" Fawkes, der aufgrund unterschiedlicher Verwicklungen in den Teilen zuvor als Detektive untertauchen musste, ist auch diesmal der Hauptcharakter. Nach dem vermeintlichen Selbstmord seines Mentors und Freundes, stellt sich Wolf der Polizei, um dann die Ermittlungen in diesem für Außenstehende klaren Fall zu übernehmen. Der vermeintliche Selbstmord ereignete sich in einem von innen verschlossenen Raum und die Schusswaffe lag neben dem Opfer mit dessen Fingerabdrücken drauf. Allerdings glaubt Wolf nicht an einen Tötung aus freien Stücken und kann auch seine ehemaligen Kollegen davon überzeugen. Das Team beginnt Nachforschungen anzustellen.

Insgesamt ist das ein interessanter Plot und ich fand es spannend zu erfahren, wie der Autor Daniel Cole das Szenario des Locked Room interpretiert und als Mord auflöst. Die Geschichte verläuft in zwei Zeitsträngen. In der Gegenwart wird im Fall ermittelt und der Strang aus der Vergangenheit erzählt die gemeinsame Geschichte von dem Opfer und seinem Kollegen und Freund Christian Bellamy.

Der Schreibstil des Autors beschränkt sich ohne Schnörkel auf das Wesentliche, ist allerdings etwas abgehackt und an vielen Stellen nicht wirklich flüssig. Die Beschreibung der Szenen ist sehr oberflächlich, ohne den Eindruck zu vermitteln, man sei dabei. Die Charaktere sind nicht sehr überzeugend. Ihre Handlungen sind vorhersehbar und die Dialoge sind voller Klischees. Beim Lesen musste ich oft an Comicfiguren denken. Insgesamt sind in diesem Roman viele Personen enthalten und ohne die anderen Teile zu kennen, ist es nicht einfach diese auseinander zu halten und dem Roman zu folgen. Und wer zu Hölle ist Rouche. Der Autor hat immer wieder Bezug auf die ersten beiden Romane genommen, ohne dem Leser die Zusammenhänge kurz und verständlich zu erläutern. Aus diesem Grund fand ich nur schwer in die Erzählung rein und konnte nur mit viel Phantasie den Überblick behalten.

Die privaten Verwicklungen der Charaktere untereinander haben den Roman leider auch nicht abgerundet, sondern weiter die Spannung abgebaut und die Ausführungen unglaubhaft gemacht.

Es hätte ein aufregender Krimi sein können, aber bereits nach dem ersten Drittel war der Fall für mich gelöst. Die Charaktere waren platt, ohne Entwicklung und der Plot sehr verworren. Nachdem ich so viel Positives über dieses Buch gelesen hab, war ich etwas enttäuscht und fühlte mich nicht besonders gut unterhalten.

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