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Spannend und schaurig.

Aktualisiert: März 12

Rezension Ava & me

Es fängt alles mit merkwürdigen Lichtreflektionen und sehr realen Träumen an und nach kurzer Zeit kann Emma die Welt um sich nicht mehr begreifen. Sie ist der Hauptcharakter in dem Debütroman „Ava & me“ von Alex J. Die Teenagerin Emma lebt mit ihrer Cousine Ava bei ihrer Tante in Bristol. Ihre Mutter befindet sich schon seit Langem in einer psychiatrischen Klinik. Emma hat das Gefühl, dass in dieser Klinik etwas Sonderbares vorgeht, und die Erwachsenen wüssten darüber Bescheid ohne sie ein zu weihen. In ihren Träumen offenbart sich eine Spur, der sie zu folgen versucht. Allerdings überschlagen sich die Ereignisse so plötzlich, dass Emma dabei die Realität nicht mehr richtig wahrnimmt.

Bei diesem Roman handelt es sich um Jugendliteratur und der Schreibstil der Autorin ist passend dazu jugendlich, leicht und mitreißend. Die Szenen und Situationen werden realistisch erzählt und die Stimmung wird authentisch rüber gebracht. Zu Beginn beschreibt sie sehr exakt und anschaulich die Charaktere aus der Sicht von Emma. Als Leser gewinnt man einen wunderbaren Einblick in die Gefühlswelt der Teenagerin und ihrer Cousine und kann auch im weiteren Verlauf der Geschichte ihre Handlungen nachvollziehen. Die beiden Mädchen wecken Sympathien. Die Charakterbeschreibungen der Erwachsenen sind ebenfalls gelungen. Alex J. stellt sie als verlässliche Wesen dar, die trotz aller Nachvollziehbarkeit ihrer Handlungen, ihre Geheimnisse haben. Als Leser schwankt man immer wieder zwischen Mitgefühl und Misstrauen.

Durch den Wechsel zwischen Traum und Realität schafft es die Autorin überzeugend den Spannungsbogen über die gesamte Geschichte hinweg aufrecht zu erhalten. Es gibt einige interessante Wendungen und ein großes Finale zum Schluss.

Mich persönlich hat dieser Roman, trotz seiner kleineren stilistischen Makel, überzeugt. Es ist eine aufregende Geschichte ohne Schnörkel. Das Ende ebnet den Weg für eine Fortsetzung und aus einer verlässlichen Quelle weiß, dass es vielleicht eine geben wird ;-).

©2020 ReadingWitch.