Lesejahr 2025
- ReadingWitch

- vor 6 Tagen
- 3 Min. Lesezeit

Wie viele Bücher kann man in einem Jahr lesen? Ich folge einige Influencern und Bloggern, die sich mit Büchern beschäftigen und auch einigen Viellesern, die darüber in den Sozialen Medien berichten. Wenn sie die Anzahl der gelesenen Bücher verraten, bin ich jedes Mal beeindruck, wie viele es sind. Ich habe es dieses Jahr auch auf 42 Bücher geschafft. Und hier ist ein kurzer Eindruck von mir über die gelesenen Werke.
Es waren 42 Romane, die mich in unterschiedliche Länder und Zeiten brachten und mich auch in faszinierende Rollen schlüpfen ließen. Sie begleiteten mich auf dem Weg zur Arbeit und zurück, ließen mich in der Küche die Nudeln verkochen und hielten mich vom Schlaf ab. Dieses Jahr waren es überwiegend Krimis und Thriller, die mich fesselten.

Besonders angetan hat es mir die Reihe um den BKA-Beamten Art Mayer von Marc Raabe ("Der Morgen", "Die Dämmerung" und "Die Nacht"), die ich bereits im Vorjahr begonnen habe sowie die Serie um den LKA-Beamten Tom Babylon ("Schlüssel 17", "Zimmer 19" und "Die Hornisse"). Es sind sehr spannende und mitreißende Thriller mit suchtpotential. Schlaflose Nächte sind da garantiert. Der finale Band dazu liegt bereits auf meinem SUB. Viel gelacht habe ich mit "Achtsam morden" von Karsten Dusse. Auch "Der Donnerstagsmordclub" von Richard Osman hat mit seinem britischen Humor für Unterhaltung gesorgt. Dieses Jahr waren auch Kurzgeschichtensammlungen dabei, die sich beide jeweils mit Mord und Pfälzer Wein beschäftigten. Es war für mich interessant in "Tabak, Tod und Traubenlese" und "Tödlicher Glühwein" bekannte Orte aus der Region als Schauplätze in verschiedenen Kriminalfällen zu entdecken.

Mit der Anthologie "Tabak, Tod und Traubenlese" verbinde ich ein ganz besonderes Ereignis. Dieses Jahr war ich zum Ladies Crime Festival der Mörderischen Schwestern e. V. in Speyer eingeladen. Dort hatte ich das Vergnügen viele tolle Autorinnen und ihre Bücher sowie andere Bücherbloggerinnen kennenzulernen.
Doch es war nicht nur Mord und Todschlag, was mich in diesem Lesejahr interessierte. Ich mag Bücher, die ehrlich sind und trotzdem Hoffnung versprühen, ohne kitschig zu sein. "Liebe in Zeiten des Hasses" von Florian Illies oder "Herkunft" von Saša Stanišić sind Romane, die sich mit Krieg und seinen Folgen beschäftigen. Sehr spannend war auch "Die Wand" von Marlen Haushofer und "Der Salzpfad" von Raynor Winn. Das sind alles inspirierende Geschichten von Schicksalen und vom Weitermachen, von Verzweiflung und Hoffnung.
Besonders gefreut habe ich mich auf "Die Geschichte von Zeb" von Margaret Atwood. Es ist der dritte Teil einer Trilogie, in der Atwood eine Dystopie entwirft, die auf technologischem Fortschritt basiert, welcher der Menschheit zum Verhängnis wird. "Die Mitternachtsbibliothek" von Matt Haig zeigte mir, dass jedes Leben einzigartig und lebenswert ist. Beeindruckend ist gleichfalls das Buch "Unziemliches Verhalten" von Rebecca Solint. Sie erzählt über ihren Weg zur Feministin und erklärt warum es in unserer Gesellschaft unweigerlich dazu kommt, dass viele Frauen den gleichen Weg einschlagen.
Insgesamt was das Jahr 2025 für mich ein sehr lesereiches Jahr. Alle 42 Bücher haben eine Erinnerung in mir hinterlassen und viele haben mich nachhaltig bewegt. Die Thriller sorgten für Nervenkitzel, Krimis wollten gelöst werden. Ich habe mit Protagonisten mitgelitten und -gefiebert. Mit vielen konnte ich mich identifizieren und habe mich gefragt, ob ich in den beschriebenen Situationen so souverän handeln könnte. Mehr über diese Bücher könnt ihr in meinen Rezensionen erfahren. Vielleicht ist für euch ja auch was dabei.

Achtsam Morden | Karsten Dusse |
Die Schatten von Prag | Tabea Soergel, Martin Becker |
Wenn die Vergeltung später kommt | Anna-Maria Aurel |
Die Dämmerung | Marc Raabe |
Die Nacht | Marc Raabe |
Bretonische Verhältnisse | Jean-Luc Bannalec |
Bretonischer Stolz | Jean-Luc Bannalec |
°C - Celsius | Marc Elsberg |
Das Waldhaus | Liz Webb |
Kalt wie die Luft | Orjan N. Karlsson |
Eisige Dornen | Jonas Moström |
Die Mitternachtsbibliothek | Matt Haig |
Der Küstenpfad | Eric Berg |
Mrs Dalloway | Virginia Woolf |
Die Harpyie | Megan Hunter |
Bluteiche | Anders De La Motte |
Winterfeuernacht | Anders De La Motte |
Sommernachtstod | Anders De La Motte |
Ungeschminkt | Olivia Jones |
Die Geschichte von Zeb | Margaret Atwood |
Unziemliches Verhalten | Rebecca Solnit |
Windstärke 17 | Caroline Wahl |
Dunkles Wasser | Charlotte Link |
Der merkwürdige Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde | Robert Louis Stevenson |
LIES! Das Buch | Haucke Hückstädt (Hg.) |
Herkunft | Saša Stanišić |
Schlüssel 17 | Marc Raabe |
Zimmer 19 | Marc Raabe |
Die Hornisse | Marc Raabe |
Grabesstern | Anne Mette Hancock |
Liebe in Zeiten des Hasses | Florian Illies |
Madame le Commissaire und die Mauer des Schweigens | Pierre Martin |
Wer mit Toten spricht | A. K. Turner |
Wer die Kohlmaise stört | Martine Pahr |
Die Wand | Marlen Haushofer |
Tödlicher Glühwein | Gina Greifenstein, Angelika Schulz-Parthu (Hg.) |
Over my dead body | Maz Evans |
Die den Schnee fürchten | H. S. Palladino |
Wer die Schuld trägt | H. S. Palladino |
Tabak, Tod und Traubenlese | Moni Reinsch, Susanne Querfurth (Hg.) |
Der Donnerstagsmordclub | Richard Osman |
Der Salzpfad | Raynor Winn |



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