top of page

Kopenhagen an einem Tag

  • Autorenbild: ReadingWitch
    ReadingWitch
  • vor 6 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit
Kopenhagen
Kopenhagen

... oder alles, was wir von dieser Stadt nicht gesehen haben.

Unser Sommerurlaub führte uns nach Schweden. Genaugenammen auf die Insel Falster nach Marielyst. Nicht weit entfernt davon ist Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen. Da wir im Urlaub möglichst viel von unserer Umgebung kennenlernen wollen, wurde direkt ein ganzer Tag für die Besichtigung dieser schönen Stadt eingeplant. Wer diese Metropole kennt, findet in unserer Planung sofort den Fehler. Genau, ein Tag reicht nicht aus.


Hygge-Hauptstadt Kopenhagen liegt auf den küstennahen Inseln Seeland und Amager am Öresud. Über die Öresund-Brücke, die über die Ostsee und Nordsee führt, ist die Stadt mit Malmö in Schweden zu erreichen. In Indre By, der historischen Altstadt, befindet sich Frederiksstaden, ein Rokokoviertel mit dem Schloss Amalienborg, Residenz der königlichen Familie. In der Nähe liegen das Schloss Christiansborg und inmitten von Gärten das Renaissanceschloss Rosenborg, das die Kronjuwelen der königlichen Familie beherbergt. Was einst ein kleines Fischerdorf namens Havn war, ist heute eine blühende Metropole, die viel erlebt und gesehen hat. Darum wollten auch wir diese Stadt sehen.


Unsere Tour begann an Rathausplatz, welcher direkt in die Strøget mündete. Die Strøget ist Kopenhagens Fußgängerzone und bietet vielfältige Einkaufserlebnisse für die ganze Familie. Sofort stürmten wir die Läden und ließen dort jede Menge Geld. Besonders lange hat uns der Lego -Store gefesselt. Da gab es jede Menge Figuren und Bilder zu entdecken.



Von da aus ging es zum Runden Turm (auch der Rundetaarn genannt). Der im 17. Jahrhundert erbaute Turm ist das älteste funktionierende Observatorium Europas, das bis heute noch von Amateurastronomen genutzt wird. Zur Turmspitze gelangt man über einen spiralförmigen Gang, der so breit ist, dass er ganzen Kutschen Platz bot. An der Außenwand misst der 36 m hoher Turm 268,5 Meter und nur 85,5 Meter entlang der inneren Wand. Da wir prinzipiell gerne Kirchtürme und andere Plattformen hochrennen, sind wir natürlich auch da hochgelaufen. Es gibt nichts Besseres, als sich so eine Stadt von oben anzuschauen. Der Ausblick ist die Strapazen, die man beim Aufstieg hat, immer Wert. So auch hier. Bei bestem Wetter wurden wir mit einem 360 ° - Blick über Kopenhagen belohnt. Wir konnten bis nach Malmö sehen.




Weiter ging es Richtung Kastellet. Das Kastellet ist eine sternförmige Festung umgeben von einer schönen Parkanlage im Herzen Kopenhagens. Der Weg dorthin führte uns an zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten vorbei. Wir sahen das Schloss Rosenborg mit dem herrlichen Garten, machten Bilder an der Friderikskirche und passierten ein historisches Reihenhausviertel der ehemaligen Marinekaserne. Es wurde von Christian IV. ab dem Jahr 1631 geplant und gebaut, um den Bedarf an Personal der schnell wachsenden Royal Danish Navy und ihrer Familien in dieser Zeit zu decken. Wir verbrachten viel Zeit damit, das Kastel und den Park dazu zu erkunden. Unweit davon befindet sich das Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt: Die Statue der kleinen Meerjungfrau, die wir beinahe verpasst haben, weil unser persönlicher Guide (bewaffnet mit einem Reiseführer) diese Sehenswürdigkeit für unwichtig hielt. Also machten wir natürlich kehrt und pilgerten wie auch viele andere Touristen zu der berühmten Bronzeskulptur von Edvard Eriksen aus H. C. Andersens gleichnamigem Märchen. Sie ist viel kleiner als ich angenommen habe.



Der nächste Halt war der Gefion Springbrunnen. Der im Jahre 1908 errichtete Brunnen zeigt die nordische Göttin Gefion, die das Meer mithilfe von vier Ochsen pflügt. Es ist ein sehr beeindruckendes Gebilde, das zum Fotografieren verführt. Und das macht hungrig. Also suchten wir uns ein schönes Lokal aus, welches für unser Verständnis sehr dänisch aussah. Wir landeten im Restaurant Kastellet und entschieden uns dort für das typisch dänische Smørrebrød. Bei diesem Gericht handelt es sich um mit verschiedenen Zutaten belegtes Bauernbrot. Drauf darf alles, was schmeckt. Bei unserer Auswahl war Hänchen, Fisch und Gemüse dabei. Es war köstlich, machte satt und versetzte mir ein Schrecken bei der Rechnung. Ich glaube, ich habe noch nie so viel für ein paar belegte Brote bezahlt...:)



Anschließend besichtigten wir Nyhavn. Wir schlenderten an den bunten Häusern vorbei und machten viele Fotos beim Versuch die hyggelige Atmosphäre dieser Gegend einzufangen. An dieser Stelle neigt sich der Tag dem Abend hin und mit der steigenden Anzahl der gelaufenen Schritte schwindet unsere Kraft. Also laufen wir zurück zum Rathausplatz und bewundern die Statue von Hans Christian Andersen.


Hans Christian Andersen
Hans Christian Andersen

Nun haben wir doch viel gesehen. Doch leider nicht genug.


Gerne hätte ich mir noch die zahlreichen Schlösser aus der Nähe angeschaut und den Freistaat Christiania - Kopenhagens umstrittenes Heiligtum - besichtigt. Doch leider reichte dafür die Zeit nicht mehr. Ein Tag ist für diese wundervolle Stadt einfach zu wenig. Vielleicht verweilen wir das nächste Mal etwas länger in diesem hyggelichen Kopenhagen.


Kopenhagen
ReadingWitch

 

Kommentare


Vielen Dank!
  • Instagram

© 2020 - 2025 ReadingWitch.

bottom of page